Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Der BMW M3 E30 (Teil 1) - mit Marc Hessel

Shownotes

Titelbild dieser Folge: BMW

Motorikonen auf Instagram: https://www.instagram.com/motorikonen_podcast/

Motorikonen auf Facebook: https://www.facebook.com/Motorikonen-106452961735199

Motorikonen gibt’s übrigens auch zum Kaufen, Anziehen und Verschenken: https://motorikonen.myspreadshop.de

Du möchtest deine Werbung in diesem und vielen anderen Podcasts schalten? Kein Problem!
Für deinen Zugang zu zielgerichteter Podcast-Werbung, klicke hier.

Audiomarktplatz.de - Geschichten, die bleiben - überall und jederzeit!

Transkript anzeigen

00:00:08: Und da sagt er, Frau Schmidl, machen Sie für den Hesse an der M-III fertig.

00:00:14: So kriegte ich oder kam ich zu der Ehre meinen ersten M-II als Dienstwagen mit nach Hause nehmen zu

00:00:23: dürfen.".

00:00:31: Er saß schon mit einundzwanzig Jahren im damals brandneuen BMW M- III und fuhr ganz vornemit in der deutschen Tourenbargemeisterschaft – wir würden über ihn Für immer, als DTM-Champion des Jahres in den letzten Jahren, wenn er damals nicht durch eine ziemlich missglückte Teamorder im allerletzten Rennen der Saison noch eingebremst worden wäre.

00:00:57: Mark Hessel ist heute hier zu Gast beim Motorekon und ich spreche mit ihm über dem BMW M-III der Baureihe E-Dreißig – über sein Leben im Motorsport auch über seine wirklich interessante Zeit nach dem Motorsport!

00:01:16: Los gehen wird es aber erstmal mit Marc Hessels erfolgreichen Anfängen im Kart und in der Formel fort.

00:01:23: Mit einem stundenlangen Gespräch mit dem unvergessenen Ayrton Senna, mit einem Telegramm von Niki Lauda besprechen über die dramatischen Unterschiede zwischen einem damals schon ziemlich schnellen und sportlichen BMW Drei-Fünfundzwanzig-I und einer absoluten Fahrmaschine wie den BMW M-III.

00:01:43: Wir sprechen natürlich auch über diesen einen Tag, den vielleicht dunkelsten seiner gesamten Motorsport-Karriere über den, der mit dem sensationellen Gewinn der DTM Meisterschaft hätte enden können.

00:02:00: Vielleicht sogar hätten Enden müssen!

00:02:02: Aber dann eben für Marc Hessel leider nur mit einem immer noch hervorragenden dritten Platz in der Fahrerwertung

00:02:10: ausgehen.

00:02:18: Und damit Moin, moin und Servus.

00:02:21: Herzlich willkommen hier bei Motorekonen und den einhundert besten Autos aller Zeiten!

00:02:28: Mein Name ist Hans Neubert und ich freue mich sehr dass ihr heute wieder mit dabei seid.

00:02:34: Direkt nach dem Intro geht es hier los mit Marc Hessel

00:02:38: und dem BMW M-III

00:02:41: bis gleich.

00:02:47: Hier kommt

00:02:49: Motorekon Die hundertbesten Autos aller Zeiten.

00:02:55: Der Podcast mit Hans

00:02:56: Neubert

00:02:57: und seinen Gästen.

00:03:08: Herzlich willkommen bei Motorekon Mark Hessel!

00:03:11: Ja, freu mich sehr.

00:03:14: Lassen Sie uns am Anfang vielleicht mal ganz weit zurückgucken.

00:03:17: Können Sie sich noch erinnern wenn sie zum ersten Mal im Leben so ganz bewusst ein Auto erlebt haben?

00:03:23: Und welches das war?

00:03:25: Ui ja da muss ich tatsächlich ziemlich weit zurückgehen weil mein Vater war ja schon im Motorsport unterwegs.

00:03:33: Und das hat also im frühesten Kindheitsalter schon unglaubliche Faszination natürlich ausgeübt und der war damals Alpha-Werksfahrer, auch bearbeitet im Bergsteam unterwegs.

00:03:47: Das sind natürlich Automobile gewesen, aber auch Menschen.

00:03:50: So hat mir zum Beispiel mein Vater, da war ich glaube ich sechs das erste Mal Poldi von Bayern vorgestellt mit den Worten willst du mal einen echten Prinzen sehen?

00:03:59: und bis heute eine Freundschaft draus geblieben und insofern hat das für sich mein ganzes Leben bestimmt.

00:04:09: Hat der Papa das gleich?

00:04:11: weiter vererbt.

00:04:12: Der hat das weiter verirbt, ging nicht immer so ganz gradlinig wie das oft so ist.

00:04:17: mein Vater hat sich aus dem Motorsport zurückgezogen nachdem sein Freund und Teamkollege Herbert Schulze tödlich vor Unglück des Armringen.

00:04:27: Das war ein sehr einschneidendes Erlebnis für die Familie.

00:04:30: Meine Mutter ist sein künstliches Koma gelegt worden und hat einen Nervenzusammenbruch gehabt, also ich habe das zwar als kleine Junge nicht so wahrgenommen wie man es vielleicht älter mitkriegen würde aber es hatte eben halt zur Folge dass mein Vater dann viele Jahre gar nicht zur Rennstrecke ist.

00:04:46: Meine ersten Gehversuche im Motorsport eher heimlich mit Unterstützung des Werkstattmeisters, also meine Eltern waren wie das oft so ist.

00:04:54: Autohändler und ein Autobetrieb und die ersten Kartgeschichten und so, die waren alle noch ohne meine Eltern.

00:05:02: Mein Vater ist dann später dazugekommen hat es auch eine lange Diskussion gegeben.

00:05:08: Überzeugend war, dass ich gesagt habe und dann melde ich mich im Yamaha-Pokal an.

00:05:13: Ich gab es damals parallel für zwei Räder... Und das war dann ... Das war das durchschlagende Argument, das fortan der Cardsport dann auch ein bisschen mit unterstützt wurde.

00:05:25: Aber Ihrer Mutter haben Sie es dann noch verheimlicht erst mal?

00:05:28: Nein, nein!

00:05:29: Die war auch Zeitlebensautofan.

00:05:31: Das ist eben halt damals.

00:05:33: wirklich sind die Umstände gewesen, die sie da fertig gemacht haben.

00:05:38: Es war nicht jetzt etwas gegen das Autofahren oder Gegenrennenfahren im Raum stand.

00:05:44: Das war irgendwie Teil der Realität.

00:05:48: Es waren schon brutale Zeiten.

00:05:50: Noch viel mehr passiert

00:05:51: als heute?

00:05:51: Muss man natürlich mit auch dann dabei sehen ... Die Maßstäbe waren ganz andere und ich hab das ja so am Rande noch mit meiner eigenen Reinfahrerei kennengelernt.

00:06:02: Wir haben ja Mitte der achtziger Jahre bei Weitem nicht die Safety Measures gehabt, die heute da selbstverständlich sind und auch die Autos hatten im Innenbereich eher zarte Ansätze von ein paar Überrollverstrebungen.

00:06:16: Wenn ich da sehe was dann schon für zehn Jahre später einen Käfig verhaul dort selbstverständlicher drin war und aber auch die Strecken selber haben natürlich anders ausgesehen.

00:06:26: Da habe ich mich ja auch ein bisschen mit beschäftigt.

00:06:28: als Architekt hatte ich ja das große Glück, eine Zeit lang im Team von Hermann Tilke Rennstrecken und Versicherungszentren mit konzipieren zu dürfen.

00:06:39: Und da habe ich ganz viel Erstaunliches und Interessantes eben mal genau auf einer anderen Seite auch kennengelernt.

00:06:46: Kommt man nachher noch drauf?

00:06:47: Ja!

00:06:47: Sie haben

00:06:50: es gerade schon angedeutet, sie haben früh mit was angefangen, wofür sie wahrscheinlich viele Kids beneiden würden.

00:06:55: Sie sind kartgefahren.

00:06:56: dann ging das genau los.

00:06:57: wann war dieser Moment wo sie

00:07:00: Also, das ging eigentlich mit der Mobilität los.

00:07:03: Mobilität bedeutet fünfzehn Jahre alten Notfall.

00:07:07: zu meinem Leitwesen Honda.

00:07:08: Meine Eltern waren auch Honda Motorrad-Händler alle ...

00:07:11: Warum Leitwesten?

00:07:12: Diese Honda Caminos waren jetzt nicht gerade das Gelbe vom Ei, weder in Standing noch in der Technik.

00:07:19: aber damit bin ich dann tatsächlich von Bonn aufgewachsen.

00:07:23: Bin ich dann nach Horrem zur Kartbahn Geeyert mit diesen... ...fünfundzwanzig, dreißig Stunden Kilometer schnellen Gefährt und hab dort im Leihkart mit Taschengeld meine ersten Runden gedreht.

00:07:40: Dort im Übrigen dann auch die beiden Schumacher-Scannen gelernt Michael war ja nicht so viel jünger als ich Und von da an auch die ersten Berührungspunkte dahin gehabt.

00:07:54: Wieviel schneller waren sie als Michael Schumann?

00:07:56: Gar nicht.

00:07:59: Im Leihkart fahren kann ich es gar nicht sagen, weiß sie nicht.

00:08:02: und im Rennkart sind wir nie gegeneinander angetreten weil dann war er in den Junioren wo ich A gefahren bin oder später dann hundertzwanziger gefahren Bin und summerberuhungspunkt haben sich dann erst später nach Formel III ergeben.

00:08:17: Das

00:08:17: heißt aber das war auch nicht so dass dann Ihr Papa mit ihnen dahin ist und der Papa schraubt und der Junge fährt oder so, wie man das dann oft im

00:08:26: Fernsehen so lokom

00:08:27: sieht.

00:08:27: Sondern Sie haben das tatsächlich alles schön vom Taschengeld bezahlt?

00:08:31: Der durfte das am Anfang gar nicht erst wissen.

00:08:33: Und dann gab es einen Freund meiner Eltern und eben den Werkstattmeister, der da selber mit Hand anlegen unterstützt hat.

00:08:43: Damals gab es, ich weiß gar nicht, ob's heute noch.

00:08:45: so ist ein Bundespokal im Kartsport ... So zwei Championate in Deutschland, im nördlichen Runddeutschland einmal im südlichen Deutschland.

00:08:53: Und da waren wir dann auch recht erfolgreich unterwegs als mein Vater das dann mitkriegte und dann eben halt mehr oder weniger begeistert der Zug mit aufgesprungen ist und dann auch mit unterstützt

00:09:07: hat.".

00:09:07: Das war dann ziemlich professionell eigentlich?

00:09:09: Sie sind dann zweiundachtzig Kartvizemeister an diesem Bundespokal C-Hundertfünfundzwanzig ne?

00:09:15: Ja, genau.

00:09:16: Das waren dann schon ja doch durchaus professionelle Geräte für Kartverhältnisse und das ging ganz gut.

00:09:25: Und da haben wir uns dann auch schon durchaus auf einem internationalen Niveau bewegt und da kommen eben halt auch schon viele Freundschaften und Bekanntschaften zu späteren Kollegen aus der Zeit.

00:09:38: Ich sag mal, egal ob das jetzt ein Bernd Schneider ist oder einen Jörg Vannommen oder den Jörgg Miller.

00:09:42: Oder Frenzen oder man kennt sich da eben halt schon auch noch aus der Zeit.

00:09:47: Sie sind dann

00:09:48: ab

00:09:49: vieren... Also das war zweiundachtzig glaube ich ne?

00:09:51: Dass die Kfz-Meister geworden sind.

00:09:53: Sie waren dann ab vierundachtzlich glaube ich Formel fortgefahren.

00:09:56: Waren sogar Sieger am Nürburgring.

00:09:58: wie sehr anders War die Formel fort, wenn man aus der Kartszene kam?

00:10:02: War total anders.

00:10:04: Ich kann mich an das erste Mal erinnern.

00:10:06: Da hatte mein Vater organisiert, dass ich in Brands Hedge einen älteren Lola testen durfte.

00:10:12: Das war mein erstes Mal auf einer großen Rennstrecke mit einem großen Auto und ich saß da drin und hatte vom Kartfahren ein psychologisches Problem.

00:10:23: Also völlig crazy!

00:10:24: Ich hatte Probleme damit, dass sich meine Füße nicht mehr sehen konnte im Formelauto Und hab da echt ein bisschen Angewöhnungsschwierigkeiten gehabt.

00:10:34: Warum waren die Füße

00:10:35: so wichtig?

00:10:37: Keine Ahnung, ich sag ja psychologisches Problem.

00:10:40: Es hat keine tieferen Sinnhaftigkeit!

00:10:42: Aber das ist mir in Erinnerung geblieben, dass mich das erst mal total irritiert hat und dann ... Das war wie oft in England im Regen in Brentz Hedge und bin aber ganz gut zurechtgekommen.

00:10:56: damit bin dann für den Peter Kröber von Isar Racing gefahren.

00:11:02: Ich habe es große Glück gehabt, in einer sehr starken Generation dort groß zu werden auch im Formel Ford bereits schon in einem Team mit Frank Schmickler und Markus Österreich.

00:11:11: Der Markus hatte das in einer Nigrin-Auswahl gewonnen an der ich auch teilgenommen hab Damals auch da einige prominente Teilnehmer.

00:11:20: Echt?

00:11:20: Preis

00:11:21: aufschreiben!

00:11:22: Ja, aber nicht nur ausschreiben sondern auch dann am Schluss mit fahren auf der Rennstrecke in Hockenheim.

00:11:28: Da war der Manfred Winkelhock da und hat eine Referenzzeit gegeben in so einem Toyota Und auch mit Kartfahren auf der Strecke In Hockernheim und da kam alles zusammen und Markus hat den Zuschlag gekriegt.

00:11:44: Wir sind dann eben bei Isar Racing in einem Team unterwegs gewesen.

00:11:50: Das waren so die allerersten Anfänge, aber auch da lustig ... Ich meine der Frank Schmickler mit dem hab ich mir das Auto jetzt noch geteilt.

00:11:59: Zwei-Ninzehn, zweizwanzig bei zwei Punkt Null Automotive und das macht halt schon Freude wenn sowas auch über so einen langen Zeitraum irgendwo auch ein Bestand hat.

00:12:09: Ja, ja kann

00:12:10: ich mir vorstellen Sie sind dann Fünfundachtzig Sieger in Zoller geworden und vierter in der Meisterschaft.

00:12:17: Das war schon ganz ordentlich, ne?

00:12:19: Ja das war okay.

00:12:21: da kam ich dann langsam auch an im Formel fort und war dann auch zu Hause.

00:12:26: in dem Auto habe dann angefangen mit einem älteren Fandimen und dann hatten wir auch Kontakt tatsächlich mit dem Werk, die dann gesagt haben wenn der in der deutschen Massage auf Vorbeck fährt oder mit vorne fährt.

00:12:41: Auch damals war viel Konkurrenz.

00:12:42: ich habe mich da gegen Roland Ratzenberger durchsetzen müssen beispielsweise.

00:12:48: Und da hieß es von Fandime dann musste er auch ein fünfundachtziger Auto fahren Und das war eigentlich so der nächste große Schritt plötzlich in einem aktuellen, ich sag mal, in Anführungsstrichen-Werks unterstützten Auto.

00:13:01: Das war ein gutes Angebot gewesen dort mitzufahren und da auch den Support oder das Entree zu den richtigen englischen Motoren tunern zu bekommen.

00:13:15: Und damit waren wir plötzlich dann national aber auch international mit dabei.

00:13:22: Wobei, jetzt haben wir eine richtig coole Saison war dann eben sechsenundachtzig, wo ich von Start weg auf einem aktuellen Auto mit Schollermotoren und auch Unterstützung von Vandieben.

00:13:34: Und vor allen Dingen auch sehr viel Testmöglichkeit bei und von Vandymen.

00:13:40: Ich glaube in der Saison haben wir dann siebzehn Rennen gewonnen in der deutschen Masterschaft und in der Europamasterschaft.

00:13:46: Beide Masterschaften leider ein bisschen pech Man könnte auch sagen, Unerfahrenheit verloren

00:13:56: mit einem Halbpunkt

00:13:57: und einer Punkt.

00:13:58: Ja ja, bei den beiden halt... Das wäre zweitgezerrste Verlierer, ne?

00:14:03: Ja schon da war ich rein!

00:14:04: Da hinter waren

00:14:05: irgendwie

00:14:06: Dutzende die noch schlechter, kann man ja gar nicht sagen,

00:14:10: weder schnell waren.

00:14:11: Aber es war schon cool und das war auch der An sehr starkes Feld.

00:14:17: Es hat auch dazu zur Anerkennung geführt.

00:14:19: Es hat mich beispielsweise der Alten Center nach Hockenheim eingeladen in eine Audienz, von der ich erst mal gar nicht wusste ist das jetzt so ein Pressetermin wo man einmal Handshake hat?

00:14:32: aber wir haben da tatsächlich zwei drei Stunden zusammengesessen in seinem Motorhome und er wollte alles über sein Formel Ford X-Team, der vor Formel I ist.

00:14:41: Das hätte ihn eigentlich überhaupt nicht mehr interessieren würde wahrscheinlich so manchen auch gar nicht mehr Interessieren aber der war so into detail.

00:14:48: der wollte da alles darüber wissen und hat mich da was mich sehr sehr beeindruckt hat geschmeichelt hat natürlich auch als Fahrer ernst genommen.

00:14:59: das war absolut einschneidendes Erlebnis.

00:15:01: auch diese Zeit hat ja auch dann dazu geführt dass mich dann letzten Endes Wolfgang Peter Flohr und Nicky Lauda für das BMI Junior Team ausgesucht haben, wo ich die große Ehre hatte den ersten M-III-Pilotieren zu dürfen.

00:15:18: Kommen wir gleich drauf!

00:15:19: Ich muss noch mal nachfragen was?

00:15:21: über was wollte Ayrton Sender mit Ihnen reden?

00:15:25: Was Sie für einen Sturz an der Fraudeachse fahren?

00:15:28: Jedes Setup-Detail kann man sich gar nicht vorstellen.

00:15:32: Einmal natürlich über die Menschen im Team, bei Van Diemen selber.

00:15:35: Das ist ja wie eine große Familie damals war.

00:15:39: Die Fabrik direkt neben Snedderten auf der anderen Seite der Hauptstraße und aber eben halt auch über Arbeitsweisen und ganz viele technische Details weiterentwickeln Zusammenarbeit mit Kees van der Grint, Bridgestone und Reifenentwicklung.

00:15:56: Also alles wo ich irgendwo involviert war hat er aufgesaugt obwohl er wie gesagt ja schon längst auf einem ganz ganz anderen Level im Motorsport unterwegs war.

00:16:06: aber da war eben so so fokussiert in das ganze Thema dass ihn das trotzdem brand interessiert hat.

00:16:15: Was war der Fenty?

00:16:15: Wenn man mit ihm so in einem Raum saß

00:16:19: Ja faszinierend also.

00:16:23: Der hat schon eine sehr, sehr starke Aura gehabt.

00:16:28: Er saß dort im Jogginganzug und trotzdem war das jemand der die komplette Anwesenheit auf sich fokussiert hat.

00:16:47: Schon spannend, ne?

00:16:48: Ja,

00:16:50: absolut!

00:16:51: Also faszinierende Persönlichkeit.

00:16:55: Das ist im übrigen Ehepunkt, wo ich dem Motorsport sehr dankbar bin.

00:16:59: Dass ich ein paar solche außerordentlichen Persönlichkeiten kennenlernen durfte.

00:17:08: Einem Nikky Lauda näher kommen zu dürfen war nicht minder faszinierend und interessant.

00:17:15: Letzten Endes aber auch prägend ... weil das sind ... Das sind Erlebnisse gewesen, solchen Menschen zuhören zu dürfen die einen nicht kalt gelassen haben oder eben halt auch Einfluss auf weiteres Leben Entscheidungen und Denkweise gehabt haben.

00:17:34: Ja in der Formel Ford waren natürlich auch viele andere große Namen unterwegs.

00:17:38: Ich meine Stefan Beiler war ein bisschen vor ihrer Zeit aber ist zweimal Meister geworden.

00:17:42: Michael Bartels war dabei Ellen Loa Alex Wurznik Heidfeld.

00:17:49: Wer ist Ihnen am meisten im Gedächtnis geblieben von Ihren Mitfahrern und Konkurrenten?

00:17:54: Ja, also die interessantesten Kämpfe habe ich im internationalen Bereich damals gehabt.

00:18:00: Allen Voran JJ Leto gegen den ich mit einem halben Punkt die EM damals verloren habe.

00:18:08: aber da waren auch ganz viele andere dabei, die wahnsinnig stark und interessant waren.

00:18:16: Egal ob Marc Blantel oder Bertrand Gachaud, Eddie Irvine.

00:18:21: Das war auch da schon eine sehr starke Generation.

00:18:24: Krass wie international das dann auch schon war!

00:18:27: Ja gut, ich meine gerade die Formel fort hat und das ist ja... Bruttal schadet, dass es sowas heute in der Form nicht mehr gibt.

00:18:35: Hat ja dadurch das ist nationale Meisterschaften hatte und eine Europameisterschaft hatte und dann eben on top des Festival in Grand Sedge was ja einem WM-Finale gleich kam wo im Ausschreitungswettbewerb etwa zweihundert Fahrer in verschiedensten Jits vom sechzehntel Finale bis zum grand final gegeneinander gekämpft haben war natürlich eine Bühne, die wir damals hatten.

00:19:03: Die von der da heutige Nachwuchs nur träumen könnte weil eben halt der internationale Vergleich und die Einordnung durchaus vorhanden war.

00:19:13: wenn man da vorne fuhr dann war man schon jemand und es führte sogar soweit.

00:19:18: ich erinnere mich dass wir was nicht fünfundachzeh oder sechsten achtzig beim festival zeitgleich am wochenende gefahren sind wie die formel eins in england Die in Silversund fuhr und in Silpersund war aber ein relativ langweiliges Rennen.

00:19:37: zu drücken, mehr der Vinier nebeneinander übers Ziel gefahren bei der Formel Ford.

00:19:41: Und da hat die Autosport, die große englische Motorsports-Zeitschrift das auf die Titelseite genommen und schrieb dazu Meeting auf die Hier.

00:19:49: Das kann man sich hier eigentlich fast gar nicht vorstellen dass ein Nachwuchssport so auf Augenhöhe betrachtet gewertet oder auch honoriert wird.

00:19:59: Hat die Show einfach gestimmt?

00:20:00: Ja!

00:20:01: Nicht nur das sondern... Auch die Relationen haben halt gestimmt und deswegen wurde das auch eben entsprechend honoriert.

00:20:13: Wir waren ja gerade schon an dem Punkt, Sie sind dann in die ganz junge DTM gewechselt... ...in ein ganz junges Auto.

00:20:22: Müssen Sie doch mal genauer erklären wie kam das?

00:20:25: Hat das Telefon plötzlich geklingelt und es war nicht lauter dran?

00:20:27: oder wie hat das funktioniert?

00:20:30: Ja, also beinahe.

00:20:32: Also es war so ... Tatsächlich hat BMW auch in bester, ich sag mal, Jochen Nährpatschmann hier eine kleine Sichtung veranstaltet.

00:20:44: Und da war ja das damalige Who's Who meiner Generation eingeladen.

00:20:50: Wo war das?

00:20:51: Das war am Nürburgring.

00:20:55: Da wurden wir in ungewöhnlichen Fahrsituationen bewertet.

00:21:00: Beispielsweise von Rauno Alton, der sich als Erfinder der BMW Driving Experience und Situationen gestellt hat, die wir nachmachen mussten, die einfach völlig entgegen normalen Reaktions- und Fahrphysikalischen Abläufen stattgefunden haben.

00:21:18: Das ist mal ein Beispiel?

00:21:18: Ein

00:21:19: Beispiel Wende vorwärts, Wende rückwärz!

00:21:27: Das würde jeder wieder besseren Wissens und Gewissens mit etwas Gewalt versuchen.

00:21:34: Es geht aber tatsächlich durch den Nachlauf, dass Autos völlig ohne jede Gewalt ab.

00:21:39: Das waren so Sachen die Rauno sehen wollte um das mal zu überprüfen.

00:21:43: Gleichzeitig sind wir auf der Kronpriestrecke unterwegs gewesen Herr Lauda im Rückspiegel mit einem Siebener Stand es gemäß.

00:21:52: Und sieben da!

00:21:54: Und wir durften fahren mit so drei, fünfundzwanzigern und die Autos waren alle ein bisschen präpariert.

00:21:59: und dann ging's halt auch um Unterschiede an den Fahrzeugen.

00:22:02: aber es gingen eben halt auch auf Unterschiede in der Eigendarstellung beispielsweise in gestellten Interviews, beispielsweise in Interviews mit dem Institut für Krisen- und Konfliktforschung Salewski damals GESG neun also durchaus auch ernste Themen bis hin zu psychologischen Tests, erinnere ich mich an eine Frage beispielsweise.

00:22:25: Würden Sie die Abwärme von Krematorien zum Beheizen von Wohnblocks heranziehen wollen?

00:22:34: Da habe ich mich leicht überfordert gesehen muss ich ehrlich sagen und ich hab da nur gedacht... Ist ja wie in

00:22:37: Wien aber ein Dechtes geblieben.

00:22:39: Ja, ich habe mir nur gedacht was würde der lauter darauf antworten?

00:22:43: Dann habe ich gesagt klar ja!

00:22:45: Und das war offensichtlich die richtige Antwort.

00:22:48: Und ... Dinner mit Humor zerlegen, mit Damen am Tisch.

00:22:53: Also es wurde alles Mögliche angeschaut und am Ende dieser Auswahl bekam ich dann tatsächlich nicht den Telefonanruf, sondern ein Telegramm von Nicci Lauda.

00:23:04: Das kann das

00:23:05: Gast noch sein?

00:23:08: Genau!

00:23:09: Das war ja noch nicht erfunden, dass ich bitte mich zur ... Vertragsunterzeichnung am drauf folgenden Tag oder zwei Tage später, oder wann es war in München einfinden solle.

00:23:20: Und damit war ich dann BMW-Werksfahrer.

00:23:22: Das war natürlich ... Ein irres Ding.

00:23:27: Wer war

00:23:27: da außer Ihnen noch

00:23:29: mit,

00:23:29: denn aus Erkuhern?

00:23:32: Erik van der Poel und ich waren diejenigen, die da den Zuschlag bekommen haben.

00:23:37: Mit dabei gewesen waren Bila Schneider, Czerkovski Boven Sieben, also auch einige international.

00:23:48: Ich glaub, Garrett van Kauern ... Ja, müsste ich jetzt auch in die Unterlagen gucken werden im Einzelnen dabei.

00:23:57: Das war natürlich absolut coole Geschichte.

00:24:00: Wobei die DTM zu dem Zeitpunkt sich ja wirklich konstituierte und ich hatte vorher schon bei Fort testen dürfen Und einige aus dem, ich sag mal, Bernd Schneider hat sieben Mal die Detailen gewonnen.

00:24:17: Also steht ja völlig über jeden Zweifel und der hat dann das Fort Cockpit bekommen als es schon das BMW Cockpit vergeben war.

00:24:27: Insofern haben wir auch weiter gegeneinandergekämpft alle was sich so ein bisschen wie in roter Faden durchzieht und zu vielen eben auch heute noch Kontakt besteht.

00:24:37: Ich habe es ja gerade gesagt, das Auto wäre auch brandneu eigentlich.

00:24:40: Das war erst im Jahr vorher glaube ich vorgestellt worden BMW M-III E-Dreißig.

00:24:46: Dann saßen Sie da zum ersten Mal drin?

00:24:48: Ja, auch das ist natürlich eine lustige Geschichte weil auf beiden Seiten also im Serienauto genauso wie im Rennauto war das spannend mal chronologisch angefangen.

00:25:02: Das erste, was mir passierte ist dass ich zum Günther Traub geschickt wurde mit allen anderen zusammen für Fitness-Training für zwei oder drei Wochen nach Sackmobelz und auf dem Weg dahin durfte ich meinen neuen Dienstwagen abholen einen Drei-Fünfundzwanziger BMW.

00:25:17: Ich war stolz wie Oskar.

00:25:19: ein tolles Auto und der war auch schick so mit M-Paket Cooles Ding.

00:25:26: Leider hat er keine Sperre gehabt, aber der Eric hatte dafür ein Auto.

00:25:30: das war nicht ganz so schön, aber er hatte eine Sperr.

00:25:32: und dann haben wir uns nach St.

00:25:33: Murmitz den Berg hochgeschoben weil da war es Februar oder so mit Schnee und die ist einmal die ganzen großen Senior Team Kollegen.

00:25:47: Wir waren in Union Die hatten dann alle einen M-III Und dann habe ich erst mal überhaupt dieses Auto gesehen und bin den Rückweg über München nach Hause gefahren und hatte da einen kurzen Termin bei Wolfgang Peter Flohr.

00:26:00: Und er sagte so, lieber Herr Flohr ... Ich werd ja überall gefragt wie das denn jetzt ist mit dem neuen M-III?

00:26:10: Und wie der sich dann fährt!

00:26:12: Das war eine Sensation überall gewesen dieses Auto.

00:26:17: Er hat auch keinen sehr zurückhaltenden Auftritt gehabt für die damalige Zeit.

00:26:22: Und dann habe ich gesagt, Herr Flora.

00:26:25: Aber ich muss leider immer sagen ... Ich hab keine Ahnung!

00:26:28: Ich hab den noch nie

00:26:28: gefahren.".

00:26:30: Und da sagt er, Frau Schmidl, machen Sie für den Hessel an dem Drei fertig?

00:26:35: Und so krieg ich dich.

00:26:39: Da kam ich zu der Ehre, also meinen ersten M-III als Dienstwagen dann auch mit nach Hause nehmen zu dürfen und bin dann ... Hatten

00:26:47: Sie zwei Dienstwagen?

00:26:48: Nein,

00:26:48: nein!

00:26:49: Ich hab den Drei, Vier, Zwei selbstverständlich in München gelassen und bin noch stolzer als ohnehin schon mit dem M-II nach Hause gefahren.

00:26:59: Das war tatsächlich damals ein Unterschied wie Tag und Nacht.

00:27:05: Dieses AG-Auto gegenüber dem M Auto, im Gesamtauftritt im Handling in der Motorcharakteristik also der M III war wirklich was Besonderes.

00:27:14: im Feld der Autos damals Und an einer Rennstrecke hat sich das ähnlich schräg dargestellt.

00:27:25: Wir hatten Auftaktrennen in Hockenheim Und ich glaube, so zehn Tage vor dem ersten Rennen durfte ich zehn Runden testen.

00:27:40: Zehn Runden.

00:27:42: Nach der zweiten Runde bin ich reingekommen und das Auto war ein totaler Einlenk-Übersteuerer.

00:27:50: Ich bin mehr quer als gerade ausgefahren!

00:27:53: und war ja gewohnt von dieser wahnsinnigen Testerei bei Van Diemen, dass man jeder Stellschraube im Mikrobereich dreht.

00:28:02: Und kommt in die Box rein.

00:28:04: und dann klingt sich der Günther Warthofer an meinem Ohrhörer am Helm an ... und sagt, Jung, Baris?

00:28:13: Zack Speed, Alphlatim!

00:28:15: Ich sag Ja also, ein Lenken übersteuern, Kurven mittelbar übersteuen, Ausgang überall übersteuernd Reistet diesen Stöpsel raus und brüllt in die Boxweilen.

00:28:28: Der Junge hat Übersteuern voll danken!

00:28:33: Und das war natürlich was, das kannte ich von der Formelforte nicht.

00:28:38: Mit einundzwanzig Liter Sprit auf der Hinterachse war das Übersteuer natürlich auch weg.

00:28:43: Ich habe gedacht so wird er zu einer großen Welt.

00:28:46: gearbeitet musste dann tatsächlich da auch wirklich erstmal sehr lernen, mich da auch hinten anzustellen und mit dem zu arbeiten was vorhanden war.

00:28:55: Und so haben wir diesen Test beschlossen und es war auch gar keine Möglichkeit noch nachzulegen weil an dem Wochenende nach dem Test von ein zwei Tagen später der erste Antritt oder der erste Auftritt des M-III überhaupt damals in Monza bei der WM Und das war das Rennen, wo die Autos mit zu dünner Karosserie – heute darf man ja darüber sprechen.

00:29:22: Damals durften wir das nicht.

00:29:25: Alles haben disqualifiziert worden.

00:29:27: Stimmt, die

00:29:27: stecken nicht?

00:29:28: Ja!

00:29:28: Die Autos für den DTM-Einsatz mussten deswegen auch komplett umgebaut werden für das erste Rennen.

00:29:34: Das heißt sie hatten also ganz andere Kopfschmerzen als jetzt im Junior dort runden drehen zu lassen, sondern es musste einfach sichergestellt sein dass wir überhaupt am Start standen.

00:29:44: Aber trotzdem war das natürlich eine total spannende Phase.

00:29:46: Sie kamen aus dem Straßenfahrzeug, stiegen ins Rennfahrzeug.

00:29:51: Jetzt sagen sie selber schon der Unterschied zwischen Drei-Fünfundzwanzig-I und M drei war schon gewaltig.

00:29:56: Wie war denn dann der Unterschied?

00:29:57: Zwischen M drei Straße und m drei Rennstrecke?

00:30:02: noch wie Gewaltiger?

00:30:03: also ich meine Natürlich muss man sehen dass Ein Rennauto sich per se natürlich anders fährt als ein Serien Auto weil ist einmal Attribute wie Komfort oder gerade Auslauf, oder sowas ist im Rennauto relativ wurscht.

00:30:19: Und Hauptsache ist er lenkt gut ein wenn ich am Lenkrad drehe und diese Eigenschaften hat eben der M-III in der Gruppe A von Anfang weg gehabt.

00:30:32: Auch wenn es ein Kit Car war eine hervorragendes Rennauto gewesen und hat eine Wahnsinnsagilität vom Start weg gehabt.

00:30:42: Es war eine perfekte Entwicklung, die BMW dort gemacht hatte.

00:30:49: Und vom Vergleich her würde ich am ersten sagen, wenn man sich das so vorstellt von der Performance... So wie ein Serienauto eine steile Autobahnsteigung runterfahren würde, so ging der M-III die steile Autobahnsteigung hoch.

00:31:13: und Aber das beschreibt es nur unzulänglich, weil das natürlich nur die längste Dynamik beschreibt.

00:31:20: Das Auto hat gebiert nach Kurven und hat Grip gehabt ohne Ende

00:31:25: Wenn's vollgetankt war.

00:31:26: Auch wenn es vollgetankt war, ja!

00:31:29: Das war das Learning was dahinter steckte, dass wir über so einen einstündigen DTM-Lauf natürlich auch eine ganze Menge an Kilos an Tragstoff verbrannt haben plus die Reifen und Dämpfer nicht so auf dem Stand fahren wie das heute Der Fall ist, also gerade Reifen und Stoßdämpfer haben eine Entwicklung in den letzten twenty-fünf Jahren durchlaufen.

00:31:52: Die ist atemberaubend!

00:31:53: Das wird leider viel zu sehr unter Wert verkauft.

00:31:59: Und wir haben damals mit den Reifen natürlich an einem Reifenabbau über so eine Rendestanz unterlegen mit dem ganzen Gewicht an Bord.

00:32:07: Das war dramatisch.

00:32:08: Also, man ist da schon dann auch mit einem leicht untersteuerenden Auto losgefahren und mit dem deutlichen Übersteurer nach Hause gekommen, wenn man Glück hatte und das alles so gepasst hat.

00:32:17: Und es ging eben weil der Abstimmung von dem Auto viel mehr darum, dass nicht auf den Punkt abzustimmen wie jetzt ein leichtes Formelfahrzeug mit einem Vierzig Liter Tank sondern eben halt so, dass ich über die ganze Renndistance einen guten Kompromiss hatte.

00:32:35: Sie haben gleich mächtig losgelegt?

00:32:37: Erster in Zolder geworden.

00:32:40: Ja!

00:32:41: Da waren Sie grad mal einundzwanzig?

00:32:43: Ja, ich war viele Jahre tatsächlich einer der oder der jüngste Sieger in der DTM überhaupt.

00:32:51: Auch das Wennen hat auch nicht ganz ohne Drama stattgefunden weil... Ich habe im Training, das war das erste Mal glaube ich, dass es das Top-Ten-Qualifying gab Und ich habe im Vortraining dazu, und glaube da auch noch mal – Ich weiß nicht mehr ob ein oder zweimal einen Rad verloren jedenfalls keine scheite qualifyingen Zeit fahren können.

00:33:17: Und stand glaube am vorletzten Startplatz oder sowas.

00:33:21: Und dummerweise...

00:33:23: Wahnsinn!

00:33:25: Das kriegt man aus Wikipedia gar nicht mehr so raus.

00:33:28: Ja ja ja

00:33:29: ja.

00:33:29: Das ist sehr

00:33:29: brutal.

00:33:30: Und dumpferweise war mein Teamkollege Auf der Pole.

00:33:36: Er hieß ja auch Pol?

00:33:37: Ja, und zu einem Überfluss war er noch Belgier und wir waren gerade in Belgien und der war als belgischer BMW-Junior auf Poleposition und ich war um es mal schmeichelhaft zu sagen völlig abgemeldet.

00:33:52: Boah!

00:33:53: Brutaler Druck, ne?

00:33:54: Und muss man

00:33:55: endlich liefern...

00:33:57: Ich hatte einfach Pech gehabt, ich konnte da nichts... dran ändern.

00:34:01: Das ist mir im Laufe meiner DTM-Zeit noch öfters passiert, dass wir Räder mit den Zettralverschlüssen verloren haben.

00:34:08: und ja meine Rettung war das es ein Regen wenden wurde und ich habe lange mit Pirelli beraten was wir für eine Mischung auch für den Regen fahren Hab die richtige Wahl getroffen und hab dann im Rennen jetzt für die Kamera, hier da.

00:34:34: Und hab dann in der zehnten Runde schon die Führung übernommen vom letzten Startplatz

00:34:40: aus.

00:34:40: Wahnsinn!

00:34:41: Sehr schumacherartig.

00:34:42: Das war wirklich genial und das Rennen kontrolliert.

00:34:47: Habe mich sauvohl gefühlt, Auto ging wunderbar ... Sieg dann nach Hause gefahren und mich im Team in Belgien und bei BMW rehabilitiert.

00:35:00: Mehr als reichlich!

00:35:01: Ja, so reichlig dass ich dann auch reichliche Zusatzgewicht bekommen habe.

00:35:05: Das war ja damals dann auch noch das Thema, da kursierten letztens nette Fotos im Internet wo mehr der Bernd Schneider lachend die Gewichte in einer feierlichen Übergabe mit lauter fröhlich lachenden Fortmenschen übergeben hat.

00:35:25: Und das war tatsächlich katastrophisch, glaube ich habe dann hundert Kilo oder um die Hundert Kilos Zusatzgewicht gehabt.

00:35:31: und dass die Hinterachse im M-Dryfing an mitzulenken und das ganze Auto war nur noch halb so gut!

00:35:42: Aber gut, das war damals das Reglement.

00:35:43: Und es war ja insgesamt auch eine tolle Geschichte um ... Ja heute sagt man ja dazu Balance of Performance da zu stellen.

00:35:54: Damals hieß es die Klassenlose Gesellschaft und das Regelement war ja noch viel weiter auseinander als heute bei den GT-III.

00:36:02: Wir haben ja wirklich verschiedenste Fahrzeugkonzepte miteinander in einem Rennen gehabt, sagen wir vom zwei Liter Ford Turbo, über einen Zwei-Kommer drei Liter Sauger bei BMW und Mercedes oder zwei Liter Opel Fronttriebler Cadet.

00:36:20: Der so leicht fahren durfte dass er tatsächlich ein Jahrmassen mithalten konnte.

00:36:27: Es war also tatsächlich so, dass man teilweise so ausgeglichen war das man als Fahrer schauen musste.

00:36:35: Dass man im besten Auto einer Marke sitzt.

00:36:37: Das ist zwar eigentlich relativ unerheblich in welcher Marke, das war zunächst.

00:36:42: Wie war denn dann das im Vergleich zur Formel Ford?

00:36:46: Also hat sich das noch schneller angefühlt oder langsamer oder anders ...

00:36:52: Anders!

00:36:53: Anders nur weil ich meine im Vergleich zu so einem kleinen leichten Auto War das natürlich ein rechtes Segelschiff.

00:37:00: was wir da bewegt haben Man darf ja nicht vergessen so einen Formel-Ford.

00:37:10: Das ist natürlich mal ein Riesenunterschied.

00:37:13: Von der Gesamtperformance war das gar nicht so weit auseinander in der Längsdynamik, aber eben auf der Bremsen und auf dem Einlenken war das halt kein Formelauto.

00:37:25: Aber es hat trotzdem ... Und tut es ja bis heute viel Spaß gemacht diese Dinger zu bewegen.

00:37:32: Es gab dann der M-III mit dem M III noch zweite Plätze für Sie?

00:37:36: Auf dem Norrisring Wundstorf In Hockenheim wurden sie Vierter, in Diepeuts wurden sie Fünfter.

00:37:44: Täuscht das?

00:37:44: Oder wo ist es danach ein bisschen zäher?

00:37:47: Woran lag das?

00:37:48: Es hat unterschiedliche Ups und Downs gegeben.

00:37:51: Es gab Plastierungsgewichte, die immer wieder in die Thematik auch mit rein regiert haben.

00:37:59: Es gibt Fahrzeugentwicklung natürlich.

00:38:02: Gerade Vorstellung neuer Modelle zum letzten Rennen kam fort beispielsweise ... Statt dem Sierra XR-Fürti mit dem RS-Fünfhundert, was ein Riesenschritt war und der auch erst mal eingepremst werden musste.

00:38:17: Ja dann war natürlich auch die Thematik dass die Strecken den Autos unterschiedlich getaubt haben.

00:38:22: aber eben gesagt es gab sehr verschiedene Konzepte.

00:38:26: dadurch war das eine Auto auf der einen Strecke stärker das andere auf der anderen Streckel ja und es hat natürlich auch eine riesen Bedeutung gehabt wie die einzelnen Fahrer zurecht waren.

00:38:40: Es war ein starkes Fahrerfeld in der DTM vom Start weg und ich sag mal so erfahrene Typen, wie Harald Groß von dem habe ich viel gelernt.

00:38:54: aber das muss man auch erst einmal alles mitnehmen.

00:38:58: und er hat auch mitunter im Nahkampf Sachen gemacht an die man sich erstmal gewöhnen musste.

00:39:04: zum Beispiel

00:39:08: Der war auch nicht davor, Kram einem in der fünften Gang-Ecke zu versuchen umzudrehen oder irgendwo da ans Auto zu fahren.

00:39:16: Und er ist schon da auch sehr ruppig mit dem Material und seinem eigenen Material, mit den Anforderungen an sich selber aber auch mit anderen umgegangen.

00:39:27: Davon hatten ja einige die da keine weißen Knaben waren Mit Kontakt war erst mal primär nach dem Formelauto etwas Neues.

00:39:39: Also nicht, dass wir jetzt als Genio an Heilige gewesen wären aber ist zum Beispiel auch ein Harvus ein zweimal einen Kurtflügel auch ein bisschen zu sehr hergenommen und Da war der Reifen dann doch beim M-III sehr dicht dran.

00:39:53: Und wir mussten uns teilweise eben auch gegen Autos wehren, ich sag mal beispielsweise die Volvo's, die rundherum fürs Rämpel geboren waren

00:40:02: und

00:40:03: die sich auch dessen sehr bewusst waren.

00:40:06: Und da hat man einfach wirklich einen Bogen drumrum machen müssen.

00:40:09: Krass!

00:40:11: Trotz Grempel und so wurden sie dann dritter in der Gesamtwertung in der DTM, im Wahnsinnserfolg.

00:40:18: Also Dritter ist schon echt ordentlich.

00:40:20: Wie nah waren Sie denn dran, sogar am Meister zu werden?

00:40:24: Um es mal vorwegzuschicken, Dritter war ein super Erfolg.

00:40:29: Wir sind als Union damals engagiert worden um dort zu lernen und um dort wachsen Und dass wir mit P-I und P-III die Meisterschaft beenden.

00:40:40: Ich glaube das hatte niemand auf dem Schirm gehabt am Anfang des Jahres.

00:40:44: Gleichwohl war das einer der dunkelsten Tage in meiner Motorsport-Karriere, nachdem ich die Meisterschaft hätte mitnehmen können.

00:40:56: Es war leider ein sehr verwochenes Rennen.

00:40:59: Wir haben in Salzburg auf dieser damaligen Vollgas gerade Ausstrecke diese Schikane, die es da heute gibt, die gab's noch nicht.

00:41:06: Es waren also runterwärts zur Nocksteinkurve volles Rohr und dann den ganzen Berg wieder hoch.

00:41:14: Und da waren wir mit dem M-III eben halt konzeptionell nicht unbedingt prädestiniert, ganz vorne zu fahren.

00:41:22: Sondern dabei gab es eben Autos die geradeaus besser waren von Ford, von Volvo und von Genamit.

00:41:32: Wir hatten vor dem Rennen noch dazu die Problematik dass das erste Mal der Ford Cosmos RS-Fivehundert dazukam.

00:41:41: Die Autos waren ... Noch nicht eingebobt, wie man in Neudeutsch sagen würde.

00:41:46: Die waren noch relativ ungebremst unterwegs und haben Üppigleistung gehabt.

00:41:53: Und die sind auf der Graden an uns vorbeigekommen als Opendüsenflieger an dem Propeller Flugzeug dabei fliegt.

00:42:00: Deswegen waren wir eigentlich davon ausgegangen, dass unsere Chancen, die Meisterschaft zu gewinnen, relativ klein waren.

00:42:06: Vor dem Rennen konnten Manuel Reuter fort Erich und ich punktemäßig noch meister werden.

00:42:12: Und das Rennen hat sich dann so dargestellt, dass der Manuel Reuter einen Reifenschaden hatte.

00:42:18: Weil er eben mit dem doch aber verhältnismäßig schweren Fort die Reifen überfordert hatte.

00:42:24: Vielleicht ist eher jetzt falsch formuliert.

00:42:26: Das Auto hatte die Reife und vielleicht auch überforderte war ein warmer Tag.

00:42:31: Erich hatte auch Probleme, hat auch einen Reifenplatz gehabt.

00:42:34: Ich hatte mich auf Platz drei vorgekämpft.

00:42:37: sehr mühsam im Gesamtfeld und wäre damit eigentlich Deutscher Meister gewesen Und hab dann aufgrund einer Aufforderung die Plätze zu tauschen, wobei ich einen anderen Wissensstand hatte.

00:42:51: Ich wusste im Auto nicht, dass Reuter nicht vorne war und ich habe dann auf Erich gewartet.

00:42:57: Let Michael pass for the championship!

00:42:59: Das ist so

00:43:01: ungefähr ja.

00:43:04: Wobei mir das in dem Moment nicht bewusst war, was mir erst nach der Zieldurchfahrt nach den Kommentaren eben vom Team bewusst geworden Das war dann schon schwer zu ertragen, nachdem er ja doch das ganze Jahr mit allen Entbehrungen hart daran gearbeitet hatte dort konkurrenzfähig zu sein.

00:43:29: Gleichwohl war es ein großer Erfolg und gleichwohl war ist eine Meisterschaftsfinale was glaube ich in die Geschichtsbücher eingegangen ist weil ich glaub dass hat's nur einmal gegeben Potenzielle DTM-Champion vor der Ziele in den Stegen geblieben ist und dort gewartet hat.

00:43:50: Wie schwer ist Ihnen das gefallen?

00:43:52: Wenn man es ganze Jahr lang versucht, jede Zehntel noch abzufeilen, dann so was durchzuziehen ... Ein doch irrsäge Überlindung kosten,

00:44:03: oder?

00:44:03: Die Überlegung war eine ganz einfache.

00:44:04: Wir hatten vor dem Rennen gesagt, wenn wir nur aus eigener Kraft die Vizemeisterschaft erringen können dann soll ich dem Eric den Fortschritt lassen weil das in Belgien vermarktet werden kann.

00:44:16: In Deutschland interessiert das niemand.

00:44:19: Konnte ich mit Leben mit der Aussage und ich war zu dem Zeitpunkt in dem Glauben dass wir maximal Vizemister werden können weil ich heute mit fort vorne gewähnt habe.

00:44:31: Das war dann eine relativ kurze Entscheidung im Auto, wo ich gesagt hab ... Naja.

00:44:34: Ich bin hier Junior, als Junior engagiert worden.

00:44:38: Jetzt meinen Ego durchzusetzen ist eher Fehl am Platz, stecke zurück um in BMW und meine Zukunft zu investieren.

00:44:49: Und hab dann eben halt mich darauf hin zurückfallen lassen.

00:44:54: Natürlich fühlt das schwer!

00:45:00: Aber es ist so differenziert aufgenommen worden, dass ich dann danach die Pokale für die deutsche Meisterschaft und diesen ganzen Pipapo gekriegt habe.

00:45:14: Was auch zeigt das BMW auch keine komplett durchgängige oder eingängige Meinung zu dem Vorgang gehabt hat.

00:45:48: Ja, das war es tatsächlich für heute mit Marc Hessel und dem BMW M-III.

00:45:54: Aber wir sind natürlich noch lange nicht fertig!

00:45:57: In ein paar Tagen geht's weiter und ich nutze trotzdem schon mal die Gelegenheit um heute ganz herzlich Danke zu sagen – bei Marc Hessell für seine Zeit und für seine faszinierenden Geschichten aus einer langen vergangenen Zeit.

00:46:10: Ich sage außerdem danke an Max Kalbfeld

00:46:13: ohne den

00:46:14: diese Folge nicht möglich gewesen wäre.

00:46:16: Und danke an euch alle da draußen fürs dranbleiben

00:46:20: und fürs

00:46:20: Motorekonen hören!

00:46:22: Wenn es Euch gefallen hat, und Ihr mehr von Motorekonen wollt dann

00:46:26: abonniert

00:46:26: dem Podcast in euren Player und bewertet ihn gerne.

00:46:29: auch folgt Motorekon auch sehr gerne auf Instagram Facebook oder LinkedIn oder einfach überall.

00:46:36: und Dann freue ich mich wenn wir uns in ein paar Tagen schon wieder hören mit Marc Hessel und dem BMW M.Drei E-Dreißig,

00:46:45: hier

00:46:46: bei Motorikon – und den einhundert besten Autos

00:46:50: aller

00:46:50: Zeiten!

00:46:51: Bis dahin alles Gute.

00:46:53: fahr nicht zu schnell, euer Hans Neugart.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.